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Die Sekundärionen-Massenspektrometrie (SIMS) ist
eine mikroanalytische Methode zur chemischen
Charakterisierung von Festkörperoberflächen und
oberflächennahen Schichten. Sie basiert auf der
massenspektrometrischen Analyse von Probenmaterial, das
durch den Beschuß mit einem Ionenstrahl atomisiert
worden ist. Anwendungsgebiete von SIMS sind chemische und
isotopische Charakterisierungen von sehr kleinen
Probenvolumina, Bestimmungen lateraler
Konzentrationsverteilungen und Tiefenprofilmessungen. In
diesem Kapitel werden die physikalischen Grundlagen der
Ionen-Mikrosonde beschrieben und einige Beispiele für
quantitative Messungen vorgestellt. Auf Anwendungen, die
sich mit der qualitativen Bestimmung von lateralen
Elementverteilungen und der Bildverarbeitung
beschäftigen, wird im Kapitel 2.4. (Ionen-Mikroskop)
eingegangen. Die SIMS Technik kann grundsätzlich
für alle Elemente des Periodensystems
(einschließlich Wasserstoff) angewendet werden, jedoch
variieren die Nachweisgrenzen von Element zu Element um mehr
als fünf Größenordnungen. Bei vielen
Elementen können Konzentrationen im ppb-Bereich noch
nachgewiesen werden und es ist möglich, Elemente in
einer einzigen Messung quantitativ zu messen, deren
Konzentrationen in der Probe sich um acht
Größenordnungen unterscheiden. Da die Methode
massen- und nicht elementspezifisch arbeitet, kann sie, bei
Verwendung entsprechend hochauflösender
Massenspektrometer, auch zur Bestimmung von
Isotopenverhältnissen mit hoher Genauigkeit eingesetzt
werden. Bei einigen SIMS Geräten besteht die
Möglichkeit, auch nichtleitende Proben zu messen, ohne
daß eine elektrisch leitende Schicht auf die Probe
aufgebracht werden muß.
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